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Die Vorbereitung auf den Ernstfall

Eine Doku in der ZDFmediathek
Diese Dokumentation handelt von Preppern, die sich dagegen wehren, in die rechte Ecke gedrängt zu werden. Dazu verweisen Sie unter anderem auf das Zivilschutzkonzept der Bundesregierung, das der deutschen Bevölkerung rät, einen zweiwöchigen Vorrat an Lebensmitteln, Medikamenten und Feuermaterial vorzuhalten.
Bei einer Feuerwehrübung formuliert der Einsatzleiter,in bemerkenswert klaren Worten, der Staat könne die Bevölkerung im Ernstfall lediglich für sehr kurze Zeit versorgen. Dafür hat der Bund unter anderem staatliche Reserven an geheimen Orten gelagert.
“Prepper – Leben für den Ernstfall” zeigt ganz unterschiedliche Ansätze für die Vorbereitung auf den Worst Case und macht deutlich, dass das Gefühl von Sicherheit eben nur ein Gefühl ist.

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Wasserversorgung – Krisenvorsorge für Zuhause

Heutzutage ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Was aber passiert bei einer Krise oder im Katastrophenfall? Die Supermärkte sind geschlossen, ausverkauft oder werden im schlimmsten Fall geplündert und auch die Haushalte werden über kurz oder lang nicht mehr mit Wasser versorgt. Wasserwerke und -pumpen benötigen Strom, um das Wasser zu befördern. Darüber hinaus wäre es ebenfalls denkbar, dass die Haushalte zwar zeitweise noch mit Wasser versorgt werden, dieses jedoch verunreinigt ist. Somit wäre beispielsweise ein langer Stromausfall ein bedrohliches Ereignis, das ohne einen entsprechenden Wasservorrat ernsthafte Konsequenzen bedeuten würde.

Der heimische Wasservorrat

Jeder Mensch braucht etwa 2.5 Liter Wasser pro Tag. Der Gedanke liegt also nahe, 2.5 Liter mit der Anzahl der Personen im Haushalt zu multiplizieren. Somit erhält man den Wasserverbrauch des Haushaltes für einen Tag. Vorsorglich wird dieser Verbrauch auf eine oder zwei Wochen hochgerechnet und fertig. Die Familie ist mit Wasser versorgt.

Stimmt soweit. Aber! So erhält man lediglich den Trinkwasservorrat. Der Tagesverbrauch an Wasser liegt allerdings weitaus höher.

Die richtige Aufteilung und Einlagerung

Die wenigsten Haushalte werden mit einem eigenen Brunnen auf dem Grundstück ausgestattet sein, daher ist es von größter Wichtigkeit einen Notvorrat an Wasser einzulagern. Bei der Einlagerung sollten einige grundlegende Aspekte berücksichtigt werden, die durch individuelle Ausgestaltungen ergänzt werden.

Grundsätzlich sollte genügend Trinkwasser für alle Lebewesen im Haushalt vorhanden sein. Die Einlagerung sollte in mehreren kleinen Behältern erfolgen. Ein einziger großer Wassertank mag zwar unter Umständen platzsparender sein als viele kleine, er birgt aber eine große Gefahr. Ein Defekt des Tanks oder eine Verunreinigung des Wassers durch Viren oder Bakterien würde den vollständigen Vorrat unbrauchbar machen. Die Aufteilung in mehrere kleine Einheiten hat außerdem den Vorteil, dass das Wasser transportiert und leichter eingeteilt werden kann.

Nicht nur die Aufteilung, sondern auch die Art der Flüssigkeit ist entscheidend. Nach Möglichkeit sollte kein kohlensäurehaltiges Wasser eingelagert werden. Stilles Wasser ist leichter in ausreichender Menge zu trinken und könnte auch für Hunde oder andere Tiere genutzt werden.

Wasser ist das Wichtigste und im Notfall mehr als ausreichend, aber eine sinnvolle Ergänzung zu Wasser sind zum Beispiel Säfte wie Apfelsaft. Der enthaltene Fruchtzucker liefert schnell neue Energie und isotonische Getränke werden vom Körper in der Regel schneller aufgenommen bzw. verdaut.

Im Vergleich dazu gehören Softdrinks zu den hypertonischen Getränken, das bedeutet die Konzentration der gelösten Stoffe ist größer als die im Blut. Der Körper muss diesen Zustand durch zusätzliches Wasser, das er dem Magen-Darm-Trakt entzieht, ausgleichen. Somit sind Softdrinks und alkoholische Getränke ungeeignet für den Notvorrat.

Trinkwasser ist nicht genug

Ergänzend zum Trinkwasservorrat muss weiteres Wasser für die persönliche Hygiene und die Zubereitung von Essen eingeplant werden. Vor allem wenn die Wasserleitungen und damit auch die der Toilette versiegen, muss die persönliche Hygiene aufrechterhalten werden, um nicht sich oder andere durch Keime und Bakterien zu gefährden. Eine herkömmliche Toilettenspülung verbraucht etwa 9 Liter je Benutzung. Die persönliche Körperhygiene kann im Notfall mit wenigen Litern Wasser bewerkstelligt werden und auch bei der Zubereitung von Essen kann, bei richtiger Vorbereitung, der Wasserverbrauch auf ein Minimum reduziert werden.

Summiert man zu diesen Verbrauchsvorgängen den Wasserverbrauch für regelmäßiges Händewaschen, um Krankheiten und Keimen vorzubeugen, reichen 2.5 Liter Wasser pro Tag bei weitem nicht aus. Der tägliche Wasserverbrauch pendelt eher zwischen 20 und 30 Litern je Person im Haushalt.

Weitere Wasserquellen

Eine Wasserquelle, die so gut wie immer zur Verfügung steht, ist der Regen. Eimer, große Behälter und Regentonnen können durch Auffangen des Regenwassers den persönlichen Vorrat auffüllen. Ebenso sollte man bei Bekanntwerden einer ernsthaften Krise alle Waschbecken, Duschen und Badewannen mit Wasser volllaufen lassen. Dieses offenstehende Wasser, ebenso wie das in Eimern oder Regentonnen muss dann unverzüglich mit Wasseraufbereitungspräparaten konserviert werden. Außerdem befinden sich zum Beispiel in vorgebauten Spülkästen, die nicht in der Wand eingelassen sind, einige weitere Liter Wasser, die genutzt werden können. Dieser Gedanke mag im ersten Moment ein wenig Überwindung kosten, aber die Wasserqualität ist dieselbe wie die des Wasserhahns.

Fazit

Der häusliche Wasservorrat sollte gut geplant und in ausreichender Menge angelegt werden. Die ledigliche Einlagerung der täglichen Trinkwassermenge ist nicht ausreichend, da bei Krisen oder Katastrophensituationen auch die persönliche Körperhygiene aufrechterhalten bleiben muss, um nicht sich oder andere durch Keime und Krankheiten zu gefährden. Die Aufteilung des Vorrats in mehrere kleine Einheiten schützt vor Verlust der vollständigen Wassermenge und macht diese transportabler. In Kombination mit Wasserfiltern und Wasseraufbereitungspräparaten kann auch Regenwasser und offenstehendes Wasser gefahrlos getrunken werden.