Ausrüstungseinheiten eines Preppers

In Notsituationen ist nicht nur Know-how und die entsprechende persönliche Ausrüstung wichtig, ebenso entscheidend ist, wie diese aufgeteilt und vor allem getragen wird. Die vollständige Survival-Ausrüstung in einem Bug Out Bag zu verstauen ist nicht ratsam, besonders dann nicht, wenn man gezwungen ist, aus welchen Gründen auch immer, den gegenwärtigen Ort zu verlassen.
Sowohl für die bessere Komfortabilität als auch den persönlichen Schutz ist es sinnvoll, die eigene Ausrüstung in mehrere Einheiten aufzuteilen. Dabei ist das Equipment nach Wichtigkeit in drei absteigende Klassen einzuordnen.

Die erste Einheit ist die Wichtigste. Das sogenannte persönliche Survival-Kit beinhaltet die allernötigste Ausrüstung für den persönlichen Schutz, die medizinische Notfallversorgung, Wasser sowie die Möglichkeit Feuer und Licht zu machen. Diese Ausrüstungseinheit darf der Prepper niemals verlieren und sollte gesondert vom Rest der Ausrüstung verdeckt getragen werden.

Die zweite, immer noch sehr wichtige, Ausrüstungseinheit ist der taktische Gürtel. An diesem wird Notfall-Ausrüstung befestigt, die zu jeder Zeit sofort griffbereit sein muss. Dazu gehört beispielsweise das Survivalmesser, spezielle Werkzeuge, bei Nacht eine leistungsstarke Taschenlampe sowie weiteres notwendiges Equipment. Der taktische Gürtel sollte dem Prepper ebenfalls nicht abhandenkommen, da dieser wichtige Ausrüstung für eine Krisensituation beinhaltet und auch bei überraschend auftretenden Situationen eine zeitnahe Bereitschaft ermöglicht. Ist die Herausgabe oder der Verlust des Gürtels dennoch unumgänglich, stellt der Verlust der Ausrüstung zwar einen bedrohlichen Zustand her, welcher aber auf Grund der ersten Ausrüstungseinheit (Survival-Kit) trotzdem zu bewältigen ist.
Gleiches gilt an Stelle des Gürtels auch für eine taktische Weste.

Der persönliche Bug Out Bag ist die dritte Einheit. In diesem Fluchtrucksack befindet sich die vollständige, wichtigste und vor allem portable Survival-Ausrüstung für Extremsituationen. Bei der Zusammenstellung des Bug Out Bags ist darauf zu achten, dass mit möglichst wenig, aber dennoch vielseitig einsetzbarer Ausrüstung die größtmögliche Anzahl von wahrscheinlichen Krisensituationen bewältigt werden kann. Der Bug Out Bag enthält zudem den größten Teil der persönlichen Wasser- und Nahrungsvorräte. Ein solcher Rucksack ist nur schwer auf dem Rücken des Trägers zu verstecken. Das bedeutet, dieser wird das wahrscheinlichste Ziel von Räubern und Angreifern. Möglicherweise lässt auch ein anderes Situationsszenario eine Flucht mit Bug Out Bag gar nicht zu und der Rucksack muss vergraben werden, um ihn später zu holen.
Bei einer unvermeidbaren Herausgabe des Fluchtrucksacks ist in jedem Fall zu beachten, den Bug Out Bag so weit wie möglich vom Körper wegzuschmeißen und nicht direkt zu übergeben, um die Chance einer erfolgreichen Flucht zu erhöhen. Angreifer interessieren sich in einer Krise meist ausschließlich für den Inhalt eines Survival-Rucksacks und nicht für die Person, die ihn trägt.

Im Downloadbereich findest Du eine Packliste für den Bug Out Bag als kostenloses PDF-Dokument.

Kurztipp: Entfernung eines Gewitters bestimmen

Ein Gewitter kann insbesondere im Wald oder im Gebirge sehr gefährlich werden. Auf eine solche plötzlich auftretende Krisensituation ist man nicht immer vorbereitet.
Mit dieser Faustformel kannst du sehr leicht die Entfernung eines Gewitters bestimmen und gegebenenfalls Schutz suchen.

Auf jeden Blitz folgt ein Donner! Wenn du den Blitz siehst, aber keinen Donner hörst, ist das Gewitter so weit entfernt, dass du nichts zu befürchten hast. Das liegt daran, dass die Lichtgeschwindigkeit im Vergleich zur Schallgeschwindigkeit so immens groß ist.
Ansonsten zählst du die Sekunden zwischen Blitz und Donner und dividierst diese Zahl durch 3. So erhältst in etwa die Entfernung in Kilometer.
Andersherum multiplizierst du die Sekunden mit 333 und erhältst die Entfernung des Gewitters in Metern. Das liegt daran, dass der Schall etwa eine Entfernung von 333 Metern pro Sekunde zurücklegt.

Siehst und hörst du Blitz und Donner gleichzeitig, hast du ein Problem. Dann befindet sich das Gewitter direkt über dir und es ist absolute Aufmerksamkeit geboten.

FunFact – Frohe Ostern!

Der echte Prepper sucht Notfallnahrung und keine Schokolade? Falsch gedacht!

Schokolade ist weitaus mehr als der „kalorienreiche Dickmacher“! Schokolade ist „Nerven-Nahrung“ und wirkt sich somit positiv auf das Wohlbefinden aus. Vor allem in Krisensituationen ist es notwendig, mental und körperlich leistungsfähig zu bleiben. Die Voraussetzung dafür ist Nahrung – der Brennstoff des Körpers. Die wichtigsten Energiequellen sind Kohlenhydrate in Form von Zucker oder Stärke, Fett und Eiweiß. Der Körper benötigt diese Energielieferanten unter anderem für Muskeln, Nerven und das Gehirn.

Diese Inhaltsstoffe finden sich in einer Reihe von Notfallnahrung wieder, aber eben auch in Schokolade. Diese hat insbesondere der Notfallnahrung gegenüber einen besonderen Vorteil: Sie macht glücklich!
Kakao enthält Stoffe wie Theobromin und Tryptophan, die den Körper zur Produktion des Glückshormons Serotonin anregen. Ebenfalls wirkt Zuckerzufuhr bei einer Unterzuckerung des Körpers stimmungsaufhellend. Das ist aber nicht der Vorteil der Schokolade, denn insbesondere die beliebte Vollmilchschokolade enthält viel weniger dieser Glücklichmacher, als Bitterschokolade.
Kakaobutter schmilzt bei Körpertemperatur. Sie lässt die Schokolade im Mund zergehen, wodurch sich das volle Aroma entfaltet. Die Geruchszellen der Nase verstärken in Kombination mit der unverwechselbaren Konsistenz den schokoladigen Geschmack und das Wohlbefinden beim Genuss. Diese Sinnesreizung aktiviert das Belohnungszentrum des Gehirns und erzeugt positive Empfindungen. Konkurrierende Meinungen besagen, dass dieser Effekt ebenfalls durch positive Erinnerungen an die Kindheit in Verbindung mit Schokolade verstärkt wird, an die man sich unbewusst beim Genuss der Schokolade zurückerinnert. Andere besagen, dass die Menschheit vor tausenden von Jahren darauf angewiesen war energiereiche Nahrung, möglichst in großen Mengen, zu sich zu nehmen und die positive Empfindung somit ein Überbleibsel aus dieser Zeit sei.

Fakt ist aber, dass Schokolade glücklich macht und somit in Maßen zur seelischen Ausgeglichenheit beitragen kann. Vor allem in Krisensituationen kann man sich diesen psychologischen Effekt zu Nutze machen, da Schokolade in aller Regel solange haltbar ist, dass Schoko-Osterhasen bedenkenlos in den Notvorrat aufgenommen werden können 😉

Himmelsrichtungen ohne Kompass bestimmen

Zur Orientierung im Gelände ist es unvermeidbar zu wissen wo die jeweiligen Himmelsrichtungen liegen. Im Optimalfall bestimmt man diese mit Hilfe eines Kompasses. Aber auch ohne Hilfsmittel kann man die Himmelsrichtungen relativ verlässlich bestimmen.

Mit Hilfe der Sonne

„Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen will sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen“. Mit dieser eingängigen Eselsbrücke lässt sich die jeweilige Himmelsrichtung mit Hilfe des Sonnenstandes und der Uhrzeit bestimmen. Zur Mittagszeit, also etwa um 13 Uhr, erreicht die Sonne ihren höchsten Stand. In dieser Richtung liegt Süden. Demzufolge steht die Sonne vormittags im Osten und nachmittags im Westen.

Eine weitere Methode zur Bestimmung der Himmelsrichtungen ist mit Hilfe einer analogen Uhr. Die Uhr wird so ausgerichtet, dass der Stundenzeiger auf die Sonne gerichtet ist. Als nächstes denkt man sich eine imaginäre Line vom Mittelpunkt des Zifferblattes bis zur 12 im Winter oder bis zur 1 im Sommer. Die Winkelhalbierende, also die halbe Strecke zwischen 12 bzw. 1 Uhr und der Uhrzeit, zu der man die Himmelsrichtung bestimmen will, zeigt immer nach Süden.

 

Ohne die Sonne

Unter anderem bei starker Bewölkung ist es nahezu unmöglich die Himmelsrichtungen mit Hilfe der Sonne zu bestimmen. In diesem Fall bedient man sich dem wohl bekanntesten Trick der Welt. Auf der Nordseite von Bäumen oder Felsen wächst Moos und zwar in aller Regel nur auf dieser Seite. Ebenfalls ist die Nordseite eines Baumes meistens etwas feuchter als die Südseite.

Die allermeisten Pflanzen wachsen in Richtung Sonnenlicht. Die Südseite von großen Laubbäumen ist daher bewachsener als die Nordseite. Kleinere Pflanzen richten sogar die ganze Wuchsrichtung nach Süden aus.

Orientierungshilfen am Nachthimmel

Der Polarstern – auch „Nordstern“ genannt –  ist der hellste Stern im Sternenbild Kleiner Wagen und liegt in Richtung des geografischen Nordens.

Sollte der Polarstern unauffindbar sein oder durch eine Wolke verdeckt werden, können die Himmelsrichtungen auch mit jedem anderen Stern bestimmt werden. Dazu ist es wichtig, sich die Position eines Sterns zu merken. Dies gelingt leicht, wenn sich der Stern optisch in der Nähe eines geografisch markanten Punktes befindet, beispielsweise einer Baum- oder Bergspitze. Nach ein paar Minuten wird die ursprüngliche mit der neuen Position des Sterns verglichen.

 

Ist der Stern nach oben gewandert, blickt man in Richtung Osten.

Ist der Stern nach unten gewandert, blickt man in Richtung Westen.

Ist der Stern nach links gewandert, blickt man in Richtung Norden.

Ist der Stern nach rechts gewandert, blickt man in Richtung Süden.

 

 

 


Die exakte Bestimmung der Himmelsrichtungen ist mit diesen Methoden nicht zu 100% möglich, aber befähigt dennoch zu einer verlässlichen Orientierung im Gelände. Des Weiteren existieren auch eine Reihe von „unnatürlichen“ Orientierungshilfen, die im Notfall zumindest einen Anhaltspunkt liefern. Beispielsweise sind die meisten Satellitenschüsseln in Deutschland nach Süden ausgerichtet sowie alte Kirchen so erbaut worden, dass der Altar in Richtung Osten zeigt.

Zusammenfassend: Ein qualitativ hochwertiger Kompass erleichtert die Orientierung, ist aber im Notfall nicht die einzige Methode zur Bestimmung der Himmelrichtungen. 

Notsignal – wirkungsvoll auf sich aufmerksam machen

Um in Notsituationen auf sich aufmerksam zu machen, gibt es verschiedene Techniken und Hilfsmittel, um ein Notsignal abzusetzen. Vor allem an abgelegenen Orten wie in den Bergen, auf dem Meer oder in großflächigen Wäldern, wo die Wahrscheinlichkeit zufällig und schnell gefunden zu werden gering ist, ist die richtige und exakte Durchführung von Notsignalen überlebensnotwendig. Diese können akustisch und optisch abgesetzt werden. Dabei ist die korrekte Durchführung extrem wichtig, um die Notsituation mitzuteilen und mittelbar durch das Notsignal auch seine Position im Gelände anzuzeigen.

Das SOS-Signal

Das internationale Notsignal SOS kann entweder als Morsezeichen oder als Großbuchstaben verwendet werden, um eine Notsituation zu signalisieren. Das vollständige Morsealphabet findest Du als PDF- Dokument im Downloadbereich. Der Morsecode (dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz) wird ohne Pausen zwischen den Buchstaben gesendet und dreimal hintereinander wiederholt. Dadurch wird die Sendefrequenz länger belegt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der SOS-Code erkannt wird.
Gleiches gilt für optische SOS-Signale.

 

Notfall-Morsezeichen: SOS für Prepper

 

Optische Notsignale

Grundsätzlich gibt es zwei Signalarten. Zum einen jene, die permanent und ohne weiteren Aufwand erhalten bleiben und zum anderen solche, die das eigene Zutun erfordern.
Beispielsweise auf einem Berg oder einer Lichtung im Wald kann der SOS-Hilferuf in den Schnee gelaufen oder die Buchstaben mit großen Ästen auf den Boden gelegt werden. Dieses Notsignal bleibt in aller Regel erhalten, wenn es nicht anfängt zu stürmen.
Die wohl einfachste Methode das Notsignal abzusetzen, vor allem wenn man selbst verletzt ist, ist mit einer Taschenlampe. Die meisten modernen LED-Taschenlampen haben eine integrierte SOS-Funktion, bei der die Taschenlampe die Morsezeichen selbstständig wiederholt. Lichtzeichen eignen sich jedoch eher bei Dämmerung oder Dunkelheit. In Kombination mit einer Signalpistole oder orangen Rauchgranaten kann man dennoch auch bei Tageslicht die nötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

 

Notsignale für Prepper: Signalpfeife und Leuchtkugel-Notsignalgeber

 

Akustische Notsignale

Das naheliegendste akustische Signal wäre der Hilferuf. Sofern man sich aber nicht im Gebirge befindet, der Wind schlecht steht, man kein zusätzliches optisches Notsignal verwendet oder nicht zufällig Menschen in der direkten Umgebung erspähen kann, ist rufen absolut nutzlos.
Weitaus effektiver ist eine Notpfeife. Mit dieser kann man wirkungsvoll und ohne größere Anstrengung auf sich aufmerksam machen. Wie bei jedem akustischen Signal, das man im Gebirge abgibt, empfiehlt es sich zusätzlich ein optisches Signal zu verwenden, da der Schall von den Bergen reflektiert wird und eine eindeutige Lokalisierung erschwert. Gleiches gilt für Morsezeichen mit anderen Gegenständen wie Steinen oder beispielsweise Aluminium Campinggeschirr.

Fazit

Eine Kombination von optischem und akustischem Notsignal, ebenso wie die korrekte Durchführung des Signals, erhöht die Wahrscheinlichkeit gerettet zu werden. Wenn es die Umgebung zulässt, sind permanente Notsignale besonders geeignet, da sie keinen nennenswerten Aufwand erfordern. Das eine „richtige“ Notsignal gibt es nicht. Es ist situations- und geländeabhängig welche Signalart die erfolgversprechendste ist. Die entsprechende Notfallausrüstung (Signalpfeifen, Rauchgranaten, etc.) sind in jedem guten Ausrüstungsstore für kleines Geld erhältlich.

Wasserversorgung – Krisenvorsorge für Zuhause

Heutzutage ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Was aber passiert bei einer Krise oder im Katastrophenfall? Die Supermärkte sind geschlossen, ausverkauft oder werden im schlimmsten Fall geplündert und auch die Haushalte werden über kurz oder lang nicht mehr mit Wasser versorgt. Wasserwerke und -pumpen benötigen Strom, um das Wasser zu befördern. Darüber hinaus wäre es ebenfalls denkbar, dass die Haushalte zwar zeitweise noch mit Wasser versorgt werden, dieses jedoch verunreinigt ist. Somit wäre beispielsweise ein langer Stromausfall ein bedrohliches Ereignis, das ohne einen entsprechenden Wasservorrat ernsthafte Konsequenzen bedeuten würde.

Der heimische Wasservorrat

Jeder Mensch braucht etwa 2.5 Liter Wasser pro Tag. Der Gedanke liegt also nahe, 2.5 Liter mit der Anzahl der Personen im Haushalt zu multiplizieren. Somit erhält man den Wasserverbrauch des Haushaltes für einen Tag. Vorsorglich wird dieser Verbrauch auf eine oder zwei Wochen hochgerechnet und fertig. Die Familie ist mit Wasser versorgt.

Stimmt soweit. Aber! So erhält man lediglich den Trinkwasservorrat. Der Tagesverbrauch an Wasser liegt allerdings weitaus höher.

Die richtige Aufteilung und Einlagerung

Die wenigsten Haushalte werden mit einem eigenen Brunnen auf dem Grundstück ausgestattet sein, daher ist es von größter Wichtigkeit einen Notvorrat an Wasser einzulagern. Bei der Einlagerung sollten einige grundlegende Aspekte berücksichtigt werden, die durch individuelle Ausgestaltungen ergänzt werden.

Grundsätzlich sollte genügend Trinkwasser für alle Lebewesen im Haushalt vorhanden sein. Die Einlagerung sollte in mehreren kleinen Behältern erfolgen. Ein einziger großer Wassertank mag zwar unter Umständen platzsparender sein als viele kleine, er birgt aber eine große Gefahr. Ein Defekt des Tanks oder eine Verunreinigung des Wassers durch Viren oder Bakterien würde den vollständigen Vorrat unbrauchbar machen. Die Aufteilung in mehrere kleine Einheiten hat außerdem den Vorteil, dass das Wasser transportiert und leichter eingeteilt werden kann.

Nicht nur die Aufteilung, sondern auch die Art der Flüssigkeit ist entscheidend. Nach Möglichkeit sollte kein kohlensäurehaltiges Wasser eingelagert werden. Stilles Wasser ist leichter in ausreichender Menge zu trinken und könnte auch für Hunde oder andere Tiere genutzt werden.

Wasser ist das Wichtigste und im Notfall mehr als ausreichend, aber eine sinnvolle Ergänzung zu Wasser sind zum Beispiel Säfte wie Apfelsaft. Der enthaltene Fruchtzucker liefert schnell neue Energie und isotonische Getränke werden vom Körper in der Regel schneller aufgenommen bzw. verdaut.

Im Vergleich dazu gehören Softdrinks zu den hypertonischen Getränken, das bedeutet die Konzentration der gelösten Stoffe ist größer als die im Blut. Der Körper muss diesen Zustand durch zusätzliches Wasser, das er dem Magen-Darm-Trakt entzieht, ausgleichen. Somit sind Softdrinks und alkoholische Getränke ungeeignet für den Notvorrat.

Trinkwasser ist nicht genug

Ergänzend zum Trinkwasservorrat muss weiteres Wasser für die persönliche Hygiene und die Zubereitung von Essen eingeplant werden. Vor allem wenn die Wasserleitungen und damit auch die der Toilette versiegen, muss die persönliche Hygiene aufrechterhalten werden, um nicht sich oder andere durch Keime und Bakterien zu gefährden. Eine herkömmliche Toilettenspülung verbraucht etwa 9 Liter je Benutzung. Die persönliche Körperhygiene kann im Notfall mit wenigen Litern Wasser bewerkstelligt werden und auch bei der Zubereitung von Essen kann, bei richtiger Vorbereitung, der Wasserverbrauch auf ein Minimum reduziert werden.

Summiert man zu diesen Verbrauchsvorgängen den Wasserverbrauch für regelmäßiges Händewaschen, um Krankheiten und Keimen vorzubeugen, reichen 2.5 Liter Wasser pro Tag bei weitem nicht aus. Der tägliche Wasserverbrauch pendelt eher zwischen 20 und 30 Litern je Person im Haushalt.

Weitere Wasserquellen

Eine Wasserquelle, die so gut wie immer zur Verfügung steht, ist der Regen. Eimer, große Behälter und Regentonnen können durch Auffangen des Regenwassers den persönlichen Vorrat auffüllen. Ebenso sollte man bei Bekanntwerden einer ernsthaften Krise alle Waschbecken, Duschen und Badewannen mit Wasser volllaufen lassen. Dieses offenstehende Wasser, ebenso wie das in Eimern oder Regentonnen muss dann unverzüglich mit Wasseraufbereitungspräparaten konserviert werden. Außerdem befinden sich zum Beispiel in vorgebauten Spülkästen, die nicht in der Wand eingelassen sind, einige weitere Liter Wasser, die genutzt werden können. Dieser Gedanke mag im ersten Moment ein wenig Überwindung kosten, aber die Wasserqualität ist dieselbe wie die des Wasserhahns.

Fazit

Der häusliche Wasservorrat sollte gut geplant und in ausreichender Menge angelegt werden. Die ledigliche Einlagerung der täglichen Trinkwassermenge ist nicht ausreichend, da bei Krisen oder Katastrophensituationen auch die persönliche Körperhygiene aufrechterhalten bleiben muss, um nicht sich oder andere durch Keime und Krankheiten zu gefährden. Die Aufteilung des Vorrats in mehrere kleine Einheiten schützt vor Verlust der vollständigen Wassermenge und macht diese transportabler. In Kombination mit Wasserfiltern und Wasseraufbereitungspräparaten kann auch Regenwasser und offenstehendes Wasser gefahrlos getrunken werden.

Trinkwasseraufbereitung – Reinigen und Konservieren von Wasservorräten

Die Verbesserung der Wasserqualität

Der Mensch benötigt pro Tag eine Wasserzufuhr von etwa 2,5 Litern. Somit ist Wasser unser Lebenselixier. Aber Vorsicht, Wasser ist nicht gleich Wasser! Verunreinigungen, Bakterien und Viren können die Wasserqualität auf ein lebensbedrohliches Niveau herabsenken. Die Aufbereitung der persönlichen Trinkwasservorräte kann fernab von Zentraleuropa oder in Notsituationen somit eine lebensnotwenige Aufgabe sein, die mit Hilfe verschiedener Verfahren gut zu bewältigen ist.

Der erste Gedanke: Wasser abkochen. Gute Idee und im Notfall besser als nichts. Kochendes Wasser (=100°C) tötet die meisten Organismen und Krankheitserreger, aber möglicherweise nicht alle. Darüber hinaus ist der Zeit- und Energieaufwand sehr hoch. Das Feuer verbraucht Brennstoff, je nach Höhe über dem Wasserspiegel benötigt Wasser mehr Zeit bis es kocht und das Wasser muss abkühlen bis man es abfüllen oder trinken kann. Des Weiteren werden im Optimalfall mit dieser Methode zwar alle Krankheitserreger eliminiert, aber sonstige Schwebstoffe befinden sich nach wie vor im Wasser.

Die Wasseraufbereitung mit Filtern

Trinkwasser muss gut schmecken, riechen und einwandfrei aussehen, denn nur dann ist gewährleistet, dass der Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird. Niemand trinkt gerne Wasser, in dem sich Schwebstoffe, wie Pflanzenreste, Sand oder Ton befinden. Darüber hinaus können solche Schwebstoffe bakterielle oder virale Verunreinigungen des Wassers hervorrufen. Mit Hilfe eines Filtersystems kann Wasser von fraglicher Qualität zuverlässig von Verunreinigungen befreit werden. Outdoor Wasserfilter haben mikroskopisch kleine Poren, die einen sehr großen Teil der organischen und anorganischen Materialien mechanisch aus dem Wasser filtern. Mit solchen Outdoor Wasserfiltern lässt sich die Wasserqualität, unabhängig von der Filtergröße, erheblich verbessern. Damit der Wasservorrat auch von kleinsten Viren oder Krankheitserregern befreit wird, besteht die Möglichkeit von vorne herein einen Kombifilter mit Aktivkohle zu verwenden oder zusätzlich auf die Behandlung mit Wasseraufbereitungspräparaten zurückzugreifen.

Die große Oberflächenbeschaffenheit eines Aktivkohlefilters ist in der Lage bei der Filterung und Adsorption die zu entfernenden Substanzen aus dem Wasser zu lösen und in der Aktivkohlemasse anzureichern.

Wasseraufbereitungstabletten

Wasserreinigungspräparate in Tropfen- oder Tablettenform reinigen nicht nur das Wasser, sondern konservieren es gleichzeitig. Nicht umsonst sind diese, nach eigenen Angaben, ein unverzichtbarer Bestandteil der UNICEF-Nothilfe-Pakete. Die zugrundeliegende Substanz der Wasserreinigungstabletten ist meist Jod oder Chlor. Die Voraussetzung für die Verwendung ist optisch klares Wasser. Nach der Verwendung der Jodtablette, zum Entkeimen des Wassers, wird meist eine zweite Tablette mit Ascorbinsäure (Vitamin C) angewendet, die als Reduktionsmittel das Jod in geschmacksneutrales Jodid umwandelt. Somit ist der Wasservorrat nicht nur keimfrei sondern auch geschmacksneutral.

Chlortabletten sind durch die Oxidationswirkung des Chlors zur Entkeimung weitaus wirksamer als Jodtabletten, hinterlassen aber möglicherweise einen veränderten Wassergeschmack. Die angereicherten Silberionen, die zusätzlich in den Tabletten enthalten sind, schützen zeitgleich das Wasser vor einer erneuten Kontamination.

Krankheitserreger werden so wirkungsvoll eliminiert und das Wasser gleichzeitig nachhaltig konserviert. Trotzdem sollte die Gebrauchsanweisung solcher Reinigungschemikalien aufmerksam gelesen werden, denn Chemikalien bleiben Chemikalien und sollten dem Körper nicht unnötigerweise oder in überdosierter Menge zugeführt werden.

Fazit

Sauberes und keimfreies Trinkwasser ist in jeder Situation überlebensnotwendig. Egal ob auf Reisen, beim Camping oder in Notsituationen, der Mensch braucht immer Trinkwasser. Die Kombination aus Wasserfilter und Wasserreinigungspräparat, unabhängig des zugrundeliegenden Wirkstoffes, ist die sicherste Vorgehensweise um die persönlichen Wasservorräte wirkungsvoll zu entkeimen. Es sollte trotzdem beachtet werden, dass kein Reinigungsverfahren, sei es noch so gut, einen 100%igen Schutz bietet. Jedoch kann bei richtiger Anwendung die Gefahr der Wasserkontamination auf nahezu Null reduziert werden.