Notsignal – wirkungsvoll auf sich aufmerksam machen

Prepper Notsignal: Rauchgranate mit orangefarbenen Rauch

Um in Notsituationen auf sich aufmerksam zu machen, gibt es verschiedene Techniken und Hilfsmittel, um ein Notsignal abzusetzen. Vor allem an abgelegenen Orten wie in den Bergen, auf dem Meer oder in großflächigen Wäldern, wo die Wahrscheinlichkeit zufällig und schnell gefunden zu werden gering ist, ist die richtige und exakte Durchführung von Notsignalen überlebensnotwendig. Diese können akustisch und optisch abgesetzt werden. Dabei ist die korrekte Durchführung extrem wichtig, um die Notsituation mitzuteilen und mittelbar durch das Notsignal auch seine Position im Gelände anzuzeigen.

Das SOS-Signal

Das internationale Notsignal SOS kann entweder als Morsezeichen oder als Großbuchstaben verwendet werden, um eine Notsituation zu signalisieren. Das vollständige Morsealphabet findest Du als PDF- Dokument im Downloadbereich. Der Morsecode (dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz) wird ohne Pausen zwischen den Buchstaben gesendet und dreimal hintereinander wiederholt. Dadurch wird die Sendefrequenz länger belegt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der SOS-Code erkannt wird.
Gleiches gilt für optische SOS-Signale.

 

Notfall-Morsezeichen: SOS für Prepper

 

Optische Notsignale

Grundsätzlich gibt es zwei Signalarten. Zum einen jene, die permanent und ohne weiteren Aufwand erhalten bleiben und zum anderen solche, die das eigene Zutun erfordern.
Beispielsweise auf einem Berg oder einer Lichtung im Wald kann der SOS-Hilferuf in den Schnee gelaufen oder die Buchstaben mit großen Ästen auf den Boden gelegt werden. Dieses Notsignal bleibt in aller Regel erhalten, wenn es nicht anfängt zu stürmen.
Die wohl einfachste Methode das Notsignal abzusetzen, vor allem wenn man selbst verletzt ist, ist mit einer Taschenlampe. Die meisten modernen LED-Taschenlampen haben eine integrierte SOS-Funktion, bei der die Taschenlampe die Morsezeichen selbstständig wiederholt. Lichtzeichen eignen sich jedoch eher bei Dämmerung oder Dunkelheit. In Kombination mit einer Signalpistole oder orangen Rauchgranaten kann man dennoch auch bei Tageslicht die nötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

 

Notsignale für Prepper: Signalpfeife und Leuchtkugel-Notsignalgeber

 

Akustische Notsignale

Das naheliegendste akustische Signal wäre der Hilferuf. Sofern man sich aber nicht im Gebirge befindet, der Wind schlecht steht, man kein zusätzliches optisches Notsignal verwendet oder nicht zufällig Menschen in der direkten Umgebung erspähen kann, ist rufen absolut nutzlos.
Weitaus effektiver ist eine Notpfeife. Mit dieser kann man wirkungsvoll und ohne größere Anstrengung auf sich aufmerksam machen. Wie bei jedem akustischen Signal, das man im Gebirge abgibt, empfiehlt es sich zusätzlich ein optisches Signal zu verwenden, da der Schall von den Bergen reflektiert wird und eine eindeutige Lokalisierung erschwert. Gleiches gilt für Morsezeichen mit anderen Gegenständen wie Steinen oder beispielsweise Aluminium Campinggeschirr.

Fazit

Eine Kombination von optischem und akustischem Notsignal, ebenso wie die korrekte Durchführung des Signals, erhöht die Wahrscheinlichkeit gerettet zu werden. Wenn es die Umgebung zulässt, sind permanente Notsignale besonders geeignet, da sie keinen nennenswerten Aufwand erfordern. Das eine „richtige“ Notsignal gibt es nicht. Es ist situations- und geländeabhängig welche Signalart die erfolgversprechendste ist. Die entsprechende Notfallausrüstung (Signalpfeifen, Rauchgranaten, etc.) sind in jedem guten Ausrüstungsstore für kleines Geld erhältlich.

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